200 Jahre alter Treppenspeicher auf dem Schäferhof 2014

 

Erbaut 1814 in Mittelstendorf, Umgesetzt 1974 nach Neuenkirchen, Kabenstrasse, 2006 umgesetzt auf den Schäferhof.

Treppenspeicher waren

in der Lüneburger Heide seit dem 30 jährig. Krieg charakteristisch. Die meisten noch erhaltenen Speicher stammen aus dem 17. und 18. Jahrh. Das Speicherwesen blieb bis weit in das 19. Jahrhundert hinein lebendig. Es wurden Getreide, Buchweizen, Flachs, GarnLeinenWolleHonigFleischSpeck und Kleidung untergebracht.

Der frühere Besitzer aus Mittelstendorf von dessen Hof der Treppenspeicher stammt berichtet:: Der Treppenspeicher hat nie ein Strohdach getragen, war immer mit Ziegeln gedeckt und stand wegen der hohen Feuergefahr etwa 30 bis 50 m vom Haupthaus und Backhaus entfernt. So schützte man oftmals wichtige Dinge wie Papiere, Aussteuer oder Sonntagskleidung oder das Saatgut vor der Feuersbrunst. Die Speichertüren waren immer sorgfältig verschlossen und vom Haupthaus aus zu sehen.

Eine weitere mögliche interessante Begebenheit :

Der Treppenspeicher wurde auch Reuter (Reiter)Stall genannt. Er wurde 1814 im Gründungsjahr des Königreichs Hannover erbaut. Der Hofbesitzer Röhrs war bei den Dragonern und hatte auf den Hof Ebeling eingeheiratet. Wahrscheinlich diente diese Konstruktion des Teppenspeichers der Kavallerie. Das Militär war preußisch organisiert bis zum Untergang des Königreiches Hannover 1866. Die Verbretterung des Treppenspeichers war Mäusedicht. Oben war das Futter und unten wurden die Pferde eingestellt. Um 1900 hat sein Großvater den Speicher als Schweinestall genutzt.

Treppenspeicher sind zwei oder dreigeschossige Fachwerkbauten, die häufig in der Lüneburger Heide auf den größeren Höfen anzutreffen sind. Sie stehen auf Mauerwerk oder Fundamentsteinen. Sie zeugen von einer hohen Zimmermannskunst. Die reine Holzkonstruktion sorgt für Trockenheit im Inneren.

Eine außen meist an der Giebelseite angebrachte Treppe führt zum oberen Geschoss hinauf und endet unter dem weit ausladenden die Treppe schützendem Dach in einem Podest, von dem man zur Tür gelangt.

Trippenspieker (Treppenspeicher). Kornspeicher, Schrotspeicher, Imkerspeicher, Hochzeitsspeicher, Mutters Speicher.

Seit der Umsetzung auf den Schäferhof 2006 dient der Treppenspeicher der Ausstellung „Kulturspeicher der Region“. Die Ausstellung berichtet von der hohen Handwerkskunst der Zimmerleute und von der Vielfalt der Speicherbauweisen. Der Schäferhof hat anläßlich des 200 jähr. Geburtstages den Treppenspeicher elektrifizieren und die Ausstellung „Kulturspeicher“ ins rechte Licht rücken können.

Der gemütliche Raum im Obergeschoß ist als Trauzimmer gewidmet.

 

Heidjerleben, Kulturlandschaft, Heidebauernzeit. Ausstellung 2012

Einblicke in die Entstehung der Kulturlandschaft rund um den Schäferhof und die Heidebauernzeit gaben Ursula Timm und D. Borgmann bei der Einweihung der diesjährigen Ausstellung auf dem Schäferhof. Zu diesen Informationen wurden umfangreiche Bilder und Texte gefertigt. Inmitten des Heidehauses gibt es eine kleine Moorlandschaft so wie frühes Imkerwerkzeug zu entdecken. Die Eiszeit prägte das Landschaftsbild. Riesige Endmoränen wurden durch das Schmelzwasser von Nordosten her durchbrochen. So entstand das Urstromtal des Hahnenbaches und unter anderem das Große Moor im Südwesten des Schäferhofes. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde viel Wald zum Heizen abgeholzt. Bis zu dieser Zeit profitierten einige wenige Höfe neben dem ewigen Roggen und dem Buchweizenanbau zu einem großen Teil von den Luxusgütern wie Wolle, Wachs und Honig. Bienenhaltung war in der Lüneburger Heide ein lukrativer Erwerb der Bauern. Der Lüneburger Stülper. Gewaltige Honigpressen wurden gebraucht, um den gelartigen Honig aus den Waben zu pressen. Die anwachsenden Viehherden verursachten eine Übernutzung der kargen Heideböden. So trieben die Bauern ihre Tiere in den Wald, wodurch eine Verjüngung der Wälder unmöglich wurde. Die Heide breitete sich ständig zu einer unendlichen Weite aus. Wenn diese Heideflächen zur Gewinnung von Einstreu abgeplaggt wurden, entstanden Wanderdünen, die zum Tiefpunkt der Heidebauernwirtschaft im 19. Jahrhundert beitrugen. Nachdem es kein Holz zum Heizen mehr gab, begannen die Heidjer mit dem Torfstechen. Erst nach der Verkoppelung und Gemeinheitsteilung ab etwa 1835 besserte sich die wirtschaftliche Situation. Um 1890 begannen nach dem Einsatz von Tiefpflügen zum Aufbrechen des wasserundurchlässigen Ortsteins erste Aufforstungen. Ab 1935 wurden die Sümpfe des Hahnenbachtales mit dem Dünensand verfüllt, um nutzbares Grünland zu gewinnen. Anwesende berichteten über ihre Erfahrungen als Kind in der Zeit des Torfstechens. Eine kleine Diskussionsrunde begann. Bis etwa 1960 nutzten einzelne Höfe diese Möglichkeit, um Heizmaterial zu gewinnen. Timm berichtete, daß ein Torfsarbeiter bis zu 3000 Blöcke an einem Tag stechen konnte. Die Soden wurden zum trocknen aufgeringelt und im Hochsommer eingefahren. Sie gab Einblicke in die Literatur und trug Gedichte von Theodor Storm aus dieser Zeit vor. Heute ist das Große Moor wiedervernässt und der Kranich hat sich wieder angesiedelt. Der Verein Schäferhof nutzt die Grünlandflächen des Hahnenbachtales und hält mittels seiner Heidschnuckenherde die Flächen des Birkenmoores und der Riensheide offen. Noch bis Ende Oktober lädt der Verein zum Besuch der Ausstellung und zum Entdecken der abwechslungsreichen Landschaft ein.
(Bericht BZ)

 

Am 1. Mai 2011 wurde die diesjährige Ausstellung im Heidehaus eröffnet.

Von Rabenvogelstreit über Rabeneltern bis zur rabenschwarzen Intelligenz. Kennen wir die Rabenvögel? fragte Dr. Borgmann bei seiner Einführung. Für manche Menschen sind sie Seuchenpolizei und Hygienewächter in der Natur, für andere nichts anderes als Diebe, Räuber, Mörder. Bisher waren es für mich nur die schwarzen Gesellen. Seitdem ich mich mit dem Thema beschäftige und die Krähen auf meinem Gelände genauer beobachte, staune ich über ihre Raffinessen und wie sie mich beobachten und mich und meine Tiere beim Füttern austrixen. Rabenvögel gehören zu den Singvögeln und zu den intelligentesten Tieren überhaupt und werden zu Unrecht verteufelt. Kolkraben können bis zu 60 Jahre alt werden und dabei eine Menge Erfahrung sammeln. Schöne Präparate von Kolkraben, Aaskrähen, Saatkrähen, Eichelhäer, Tannenhäher, Elster und des Pastors schwarze Tauben, die Dohlen gehören dazu. Der Besucher erfährt viel über den schlechten Ruf der Rabenvögel, der ihnen schon seit biblischen Zeiten anhängt, weil sie an den Hinrichtungsstätten oder auf den Schlachtfeldern häufig anzutreffen waren. Bei den Germanen, als Boten des Gottes Odin oder bei den Indianern den Crow waren die Rabenvögel dagegen hoch angesehen. Ein weites Feld, wie andere Kulturen mit den schwarzen Gesellen umgehen, über die Intelligenz dieser Vögel, die Raben im Tower oder in Tokyo, wie sie es lernen mit Werkzeugen an Futter zu gelangen oder was sind „Rabeneltern“, rundet die hörenswerte und sehenswerte Ausstellung ab.

Wat den eenen sin Uhl is den annern sin Nachtigall. 2010

Oder Eulen nach Athen tragen.? Wissen Sie, was diese Sprüche bedeuten ? Diese und vieles mehr wurde für die Ausstellung „EULEN und KÄUZE unserer Heimat,“ die in diesem Jahr im Heidehaus auf dem Schäferhof zu sehen ist, von Uschi und Klaus Timm, und D. Borgmann zusammengetragen.
Nachdem unser Schäfer Matthias Schüler mit 390 Schnucken und 436 Lämmern zum zum ersten Austrieb in dieser Saison mit der Herde losgezogen war, wurde die Ausstellung offiziell am 1. Mai von Werner Struntz, dem Vorsitzenden des Vereins Schäferhof eröffnet.
Das Heidehaus wurde für diese Ausstellung in einen Wald verwandelt, in dem sich Eulen und Käuze tummeln. Ein Uhu, Mehrere Schleiereulen auch Kattuhl genannt, weil sie auf den Bauernhöfen wie die Katzen Mäuse fangen. Waldohreulen, Waldkauz auch Todesvogel genannt, ein Steinkauz, „Kommitchen“ und ein seltener Raufußkauz.
Das Leben der Eulen spielt sich zwischen Weisheit und Tod ab, sind nachts unterwegs, und fliegen geräuschlos – kein Wunder, dass sich Mythen und Aberglaube um diese Tiere ranken. Es gibt aber auch nette Geschichten: In einem langen Winter hatte eine Indianerfamilie nichts mehr zu essen und pflegte ein Uhujunges. Als Dank versorgte die Uhumutter die ganze Familie des Indianers mit Wild. So konnten alle den harten Winter überleben.
Wußten Sie, dass Uhus eine Flügelspannweite von 180 cm haben. Hase, Rehkitz, als auch Dackel passen in das Beutechema. Der Uhu war lange Jahre im Kreis SFA ausgerottet. Mittlererweile gibt es wieder mehrere Brutpaare.
Weitere Themen: Mythen und Sagen von der Göttin Athene bis zu Till Eulenspiegel und eine Bestandserfassung der Eulen im Landkreis SFA
Von Dienstag bis Samstag können Sie bis Ende Oktober die Ausstellung ab 17 Uhr bis zum Eintrieb der Herde gegen 17.30 Uhr besichtigen, als auch die leckeren Heidschnuckenprodukte erwerben.
(Auszug aus Hüt un Lüd, Mai 2010)

 

Schüler pflanzen eine Vogelkirsche Tag des Baumes auf dem Neuenkirchener Schäferhof

Mit einer Feierstunde wurde der „Tag des Baumes“ auf dem Gelände des Neuenkirchener Schäferhofes begangen. Werner Struntz, Vorsitzender des Vereins Schäferhof, würdigte am Sonnabend die Klasse 3a der Grundschule Neuenkirchen und ihre Klassenlehrerin Silvia Schmidt, dass sie auch in diesem Jahr wieder die Baumpflanzaktion musikalisch begleiten. Die Klasse spielte Flötenlieder, sang mit Gitarrenbegleitung zwei Lieder und trug Gedichte vor.
Der Auftritt der Klasse erfolgte bereits zum dritten Mal. 2008 beteiligte sich die damals erste Klasse an der Pflanzung eines Walnussbaumes, im vorigen Jahr war es dann der Bergahorn.
Um welchen Baum es in diesem Jahr ging, mussten die Kinder nach dem Vortrag des Gedichts „Spatzensalat“ von Friedrich Hoffmann erraten. Es war dann nicht schwer, auf die Vogelkirsche zu kommen.
Klaus Rieckmann, Kreisvorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der zusammen mit dem Verein Schäferhof für die Pflanzung verantwortlich zeichnet, sagte, dass die Schutzgemeinschaft sich freue, wenn Bäume gepflanzt und gehegt werden. „Wir freuen uns auch dann, wenn nur ein Baum gepflanzt wird, und wenn das alljährlich auf dem Schäferhof passiert, ganz besonders.“
Zu der Mutter aller Süßkirschen, wie er die Vogelkirsche bezeichnete, gab er einige Erklärungen. So erfuhren die zahlreichen Gäste, dass der Baum 100 Jahre alt und 25 bis 30 m hoch wird, der Stammdurchmesser dann 60 cm betrage. Er zeigt von April bis Mai eine schneeweiße Blütenpracht.
Carlos Brunkhorst, ab 1. Mai offiziell Bürgermeister der Gemeinde Neuenkirchen, brachte zum Ausdruck, dass der Schäferhof zunächst durch die Haltung der Schnuckenherde bekannt sei, sich aber darüber hinaus auch vielen anderen Dingen zum Beispiel Landschaftsschutz und Landschaftspflege, widme, wie jetzt der „Tag des Baumes“ belege. Dass sei auch für die Gemeinde sehr wichtig.
Gemeinsam mit Werner Struntz und Schulleiter Rudi Wiedenhöft setzte Brunkhorst den Kirschbaum ins Pflanzloch. Die Schülerinnen und Schüler schaufelten abwechselnd eifrig das Loch zu und holten fleißig gießkannenweise Wasser. Sie hatten großen Spaß und stellten unter Beweis, das Bäumepflanzen für sie schon Routine ist.

Ihren Rektor Rudi Wiedenhöft haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a der Grundschule Neuenkirchen am Sonnabend gleich eingespannt. Er musste den Stamm der Vogelkirsche, den sie anlässlich des „Tag des Baumes“ auf dem Gelände des Schäferhofes pflanzten, festhalten. Aufmerksam verfolgten Klassenlehrerin Silvia Schmidt und Neuenkirchens baldiger Bürgermeister Carlos Brunkhorst die Szene.

(Quelle: Böhme-Zeitung v. 26.04.2010)

 

Jagdhunde auf dem Schäferhof Neuenkirchen 2009

Die diesjährige Ausstellung mit dem Titel „Wild und Jagd in der Heide“ im Heidehaus auf dem Schäfergehöft wurde zusammen mit dem Hegering Neuenkirchen ausgearbeitet. Daher war es nur natürlich, einmal einen Grillabend unter das Motto „Der Jagdhund“ zu stellen. Ziel dieses Abends sollte es sein, den Besuchern die Jagd näher zu bringen sowie die Arbeit mit den Jagdhunden vorzustellen.
Nach dem Eintrieb der Schnuckenherde konnte der 1. Vorsitzender Werner Struntz-Schütz erfreulich viele Hundeführer mit ihren vierbeinigen Jagdhelfern begrüßen.
Zur Einleitung spielte die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Neuenkirchen gekonnt einige Begrüßungsstücke, was von den zahlreichen Besuchern des Grillabends mit viel Applaus honoriert wurde.

Bei inzwischen bestem Wetter hatten sich die Hundeführer mit ihren Hunden in einem großen Kreis vor der Stallscheune platziert und boten ein schönes Bild. Der Hundeobmann des Hegerings Neuenkirchen, Peter Hohenstein, stellte dann die anwesenden verschiedenen Rassen vom Vorstehhund bis zum Teckel vor. Anschaulich erklärte er die unterschiedlichen Aufgabengebiete der Hunderassen.
Mit deftigen Leckereien rund um die Schnucke klang dieser Grillabend aus. Insgesamt war es eine runde Veranstaltung. Die Besucher nahmen viele neue Eindrücke und Erkenntnisse mit nach Hause.

 

 

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